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Bildnerische Erziehung und Kreativität

von Elfriede Fend

 

Bildernische Erziehung (BE) ist ein Unterrichtsgegenstand, der im Zeugnis im letzten Drittel steht, jedoch sicher nicht von geringer Bedeutung ist. In BE wird unter anderem gemalt, gezeichnet, geklebt, geknetet, modelliert, gedruckt .... Es wird die Motorik verbessert, die Wahrnehmung geschult, die Freude am Gestalten geweckt, der Blick auf Schönes und Neues gerichtet.


In den vergangenen Schuljahren lernten die Schüler Leben und Werk einiger berühmter Künstler kennen: Miro, Picasso, Hundertwasser, Niki de St Phalle. In kleinen Ausstellungen wurden die Werke der Kinder präsentiert, was ihnen Selbstvertrauen und Bestätigung brachte. Ganz wichtig für die Entwicklung eines Kindes ist die Förderung des Selbstwertgefühles.


In BE arbeiteten wir multimedial und fächerübergreifend, d.h. zum Beispiel: Wir arbeiteten in verschiedenen Techniken, wir sangen ein Picassolied, wir kochten Picassos Lieblingsspeise, wir spielten ein selbstproduziertes Theaterstück über Hundeswassers Ideen, wir arbeiteten mit Nikis Darstellung des Lebensbaumes und übertrugen ihre Gedanken auf unser Leben und unsere Umwelt.


Nicht zu übersehen ist der soziale Aspekt in BE. Gemeinschaftsarbeiten wurden oft durchgeführt. Es wurde in Gruppen an einem großen Bild gearbeitet. Manchmal wurden Einzelarbeiten zu einem neuen Ganzen aneinandergefügt. Dies erforderte von den Kindern Anpassung, Toleranz, Verstehen, Einfühlungsvermögen, Geduld, Anerkennung der Arbeiten anderer, Hilfsbereitschaft, Flexibilität und Mut.


In einem Projekt mit Schülern der Polytechnischen Schule, unserer BVK und der F3 wurde miteinander an vier überdimensionalen Gemeinschaftsbildern gemalt. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.


Kreativität steht im Mittelpunkt des BE-Unterrichtes – allerdings nicht nur in BE. Da Kreativität sozusagen zur menschlichen „Grundausstattung“ gehören sollte, wird diese auch in anderen Fächern gefördert. Kreativität muss in allen Lebensbereichen möglich sein. Sie ist Voraussetzung einer positiven Lebensauffassung. Im Unterricht suchten wir nach neuen Ideen im täglichen Leben, leiteten die Kinder an, nach Auswegen in bestimmten Lebenssituationen zu suchen.


Man sollte nicht nur im Zeichnen, Malen und Basteln kreativ sein, sondern auch im Denken und Handeln. Wir übten Kreativität im Alltag, d.h. wir suchten neue Wege das tägliche Leben zu meistern, wir übten, uns neuen Situationen anzupassen und uns in ungewohnten Situationen zurecht zu finden (Was tun, wenn ich den Zug verpasse, wenn das Essen versalzen, wenn ich den Weg nicht finde, wenn ich kein Schreibzeug dabei habe?.....).


Zum Abschluss möchte ich noch ein Beispiel für kreativen Unterricht anführen: In einer Förderklasse philosophierten wir über Gefühle (Wut, Liebe, Angst, Freude) und malten diese Gefühle, wie sie uns farblich erschienen. Wir formulierten diese und stellten sie pantomimisch dar. Anschließend suchten wir Begriffe, Vorstellungen und Erinnerungen, die wir mit diesen Gefühlen verbanden. Danach schrieben die Kinder „Gedichte“. Zum Schreiben wurde den Schülern ein „Gerüst“ vorgegeben:

 

Gefühl:

  • ist
  • schmeckt
  • riecht
  • klingt
  • ist

Die Freude am Schaffen war groß, die Freude an den gelungenen Ergebnissen ebenso. Freude und Kreativität sind ein gutes Fundament für die Zukunftsbewältigung der Kinder.


WUT
WUT  ist             rot.
WUT  schmeckt  nach Streit.
WUT  riecht        wie ein Vulkanausbruch.
WUT  klingt        nach Gebrüll.
WUT  ist             Wut.

 

FREUDE
FREUDE  ist             gut.
FREUDE  schmeckt  süß.
FREUDE  riecht        wie Omas Kuchen.
FREUDE  klingt        wie Sallys Gebell.
FREUDE  ist             wie Liebe.

 

ANGST
ANGST  ist             gefährlich.
ANGST  schmeckt  scheußlich.
ANGST  riecht        nach Feuer.
ANGST  klingt        laut.
ANGST  ist             wie Blitz und Donner.

 

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©SPZ-Rankweil, 2007 ###LastUpdate###